Warum wirft die Braut den Brautstrauss?
Man hat noch keine Braut gesehen, die ohne ihren Brautstrauss vor den Altar tritt! Ein Accessoire, das anders als andere einen stark symbolischen Wert hat: Am Ende der Zeremonie wirft die Braut ihn nämlich ihren Gästinnen zu.
Ein Brauch mit tiefen Wurzeln, der seine Form oft ändert, aber denselben rituellen Wert behält. Bringen wir etwas Licht in die Ursprünge und die Bedeutung des Brautstrausswurfs.
Foto ©My Happy Wedding
Wie der Brautstrausswurf entstand und wie er heute gemacht wird
Tradition des Brautstrausswurfs
Für manche gibt es keine genaue Datierung für den Ursprung des Brautstrausswurfs, für andere ist er ein alter europäischer Brauch; wieder andere Quellen nennen einen französischen Volksbrauch, und manche sprechen von einem türkischen Volksglauben.
Aber woher kommt die Tradition des Brautstrausswurfs? Ein bisschen Geschichte…
Eine europäische Tradition
Im 14. Jahrhundert schenkte die Braut den Gästen ein Stück ihres Kleides als Glücksbringer. Das Brautkleid galt und gilt als eines der kostbarsten Kleidungsstücke einer Frau, und nach und nach wurde dieser Brauch zunächst durch das Werfen des Strumpfbands ersetzt.
Im 14. Jahrhundert in Frankreich
In derselben Zeit entstand in Frankreich der Brauch, Stücke des Strumpfbands der Braut statt Stücke des kostbaren Kleides zu werfen. Die symbolische Bedeutung war dieselbe: Glück für die Glückliche, die es fing.
Im 17. Jahrhundert in der Türkei
Damals glaubte man, die Orangenblüten des Brautstrausses symbolisierten einen „Heiratsantrag“ und damit Glück für eine unverheiratete Frau. So entstand der Brautstrausswurf.
Symbolische Bedeutung heute
Der Brautstrausswurf ist ein Moment der Hochzeitsfeier mit grosser Symbolkraft, denn die junge Frau, die ihn fängt, erhält der Legende nach innerhalb eines Jahres einen Heiratsantrag. In letzter Zeit wird dieser Moment oft durch die Übergabe des Brautstrausses an die Schwester oder die beste Freundin der Braut ersetzt, mit dem Wunsch, eine ebenso glückliche Liebe zu erleben. Der Legende nach muss der Strauss durch drei Hände gehen, um Glück zu bringen: die des Bräutigams, der Braut und der jungen Frau, die ihn erhält. Wenn ihr also abergläubisch seid, bewahrt ihn lieber nicht auf – und wenn ihr gar nicht anders könnt, verschenkt ein paar Blumen an die Brautjungfern oder an andere Frauen auf Partnersuche.
Häufige Fragen
Warum wirft die Braut den Brautstrauss?
Es ist eine alte Tradition mit starker Symbolkraft: Dem Brauch nach wird diejenige, die den Strauss fängt, als Nächste heiraten.
Wann findet der Brautstrausswurf statt?
Meist während der Feier, oft nach dem Anschneiden der Torte, wenn alle Gästinnen beisammen sind.
Wie fotografiert man den Brautstrausswurf?
Sagt dem Fotografen vorher Bescheid und zählt laut herunter: So sind Braut, der fliegende Strauss und die Gästinnen auf demselben Bild.



